Fortschritte in der „Famagustafrage"
Fortschritte in der „Famagustafrage" könnten sich positiv auf die Bemühungen um die politische Lösung der „Zypernfrage" auswirken
Eine Delegation der Stadtverwaltung von Famagusta unter Leitung des Bürgermeisters Herrn Alaxis Galanos traf am 14. Mai mit Mitgliedern der Deutsch - Zyprischen Parlamentariergruppe zusammen.
An dem Treffen im „Goldenen Saal" des JKH nahm auch der Botschafter der Republik Zypern in der Bundesrepublik Deutschland, Pantias D. Eliades, teil.
Der Bürgermeister von Famagusta, der bei diesem Treffen vom Ratsmitglied, Herrn Costas Hadjikakou, begleitet wurde, berichtete über den aktuellen Stand der Bemühungen zur Lösung der „Zypernfrage". In diesem Kontext, so stimmte Dietmar Bartsch dem Bürgermeister zu, könnten erkennbare und erlebbare Fortschritte bei der Lösung der „Famagustafrage" sicher von großem Nutzen sein.
Der UN-Sicherheitsrat hat seit 1983 in mehreren Resolutionen die militärische Besetzung von Famagusta durch türkisches Militär und den status quo als nicht hinnehmbar bezeichnet und die Rückkehr der rechtmäßigen Bewohner gefordert.
Aus dem eingezäunten und militärisch bewachten Stadtteil Varosha von Famgusta wurde die Bevölkerung 1974 vertrieben. Seitdem ist besonders dieser Stadtteil den Elementen der Natur und dem baulichen Verfall preisgegeben.
In einer Unterschriftenkampagne hatten mehr als 30.000 Einwohner von Famagusta zuletzt im vergangenen Jahr die Beendigung der militärischen Besetzung und die Rückgabe ihrer Stadt an die rechtmäßigen Bewohner gefordert.
Des weiteren fordern die Bewohner von Famagusta, dass das türkische Militär einer UN-Expertengruppe in das eingezäunte Gebiet von Varosha Zugang genehmigt, damit sie eine Studie über den Zustand der Gebäude und Infrastruktur erstellt.
Die Delegation aus Famagusta bedankte sich für die Möglichkeit des Gesprächs mit den Bundestagsabgeordneten und bat die Deutsch - Zyprische Parlamentarierergruppe auch weiterhin um Unterstützung im Bundestag und im Europaparlament zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für erfolgreiche Verhandlungen über die Zypernfrage.
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